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Wie der Titel schon vermuten lässt, ich bin zurück zu Linux gewechselt. Linux Server habe ich ja ohnehin immer wieder in den Fingern, auf dem Desktop konnte ich mich lange Zeit nicht damit anfreunden.

Versuche gab es über die letzten Jahre einige – Debian, Fedora und auch openSUSE. Letzteres haben wir hier in Version 12.1 am Institut auch in einem Pool für die Studenten laufen. Allerdings bin ich mit keinem der genannten Systeme in der Vergangenheit so richtig warm geworden. Besonders die SUSE Administration in unserem Pool hat mir keinen Spaß gemacht.

Mit dem Intel-Switch von Apple bin ich seinerzeit von Windows auf den Mac gewechselt und war da auch recht glücklich. Mein altes MacBook Pro läuft noch immer tadellos und reicht für den täglichen Kram durchaus auch aus. Im Büro habe ich allerdings immer mal wieder den Fall gehabt, das mein iMac mehr RAM gut hätte gebrauchen können. So hab ich irgendwann den iMac durch einen grauen Kasten ersetzt und einen Ausflug zu den Hackintoshs unternommen. Der verlief aber nicht wirklich zufriedenstellend.

Zurück zu Windows wollte ich auf meinem Desktop dann aber auch nicht mehr. Damit arbeite ich zwar tagtäglich – die Clients am Institut laufen zu 80% mit Windows 7 und zu 10% weiterhin mit Windows XP Installationen (Steuerrechner, deren Software nicht umgestellt werden kann). Der Rest ist Linux – Debian auf den Servern bzw. openSUSE auf den Desktops.

So habe ich vor einiger Zeit testweise Ubuntu installiert. Ich glaube das war Version 10.10. Zuerst lief das recht lange in einer Virtuellen Maschine (VM) nebenher. Ich hab da vieles ausprobiert und für recht gut befunden. So ist es dann auf einen ausgemusterten Laptop gewandert, wo es sich recht achtbar geschlagen hat. Anfang 2012 hab ich es dann im Dualboot auf meinem Rechner am Institut installiert und fast ausschließlich genutzt. Windows 7 läuft seither nur noch in einer Virtuellen Maschine. Der Rechner ist ein i5 mit 32GB RAM, so dass auch das Windows ordentlich performt.

Mein Fenstermanager

Die nahezu unübersehbare Auswahl an Fenstermanagern hat mich seit meiner ersten Begegnung mit Linux geradezu eingeschüchtert. Es war/ist einfach zu viel Auswahl vorhanden und es dauert eine ganze Weile, bis man seinen Desktop findet. Die Schwächen und Stärken offenbaren sich eben erst im täglichen Einsatz.

Inzwischen ist es aber deutlich einfacher schnell mal einen Fenstermanager zu testen. Viele der Distributionen bieten ein Live-System bzw. ist eine VM ja schnell mal aufgesetzt.

KDE hat mir nie so recht zugesagt. Kann sein, dass das von meinem schlechten Start mit Suse Linux herrührt. Lässt man sich auf KDE ein, dann kann man sicher recht angenehm damit arbeiten. Ich würde in dem Fall dann wohl auch auf SUSE als Distribution wechseln, da die Kombination einen sehr soliden Eindruck macht.

Mit der Unity-Oberfläche von Ubuntu hab ich an sich kein Problem, gerade auf dem Laptop arbeite es sich ganz angenehm. Allerdings brauch ich da meist auch nur eine Konsole, den Browser & ggf. Office. Mit den Shortcuts bedient es sich auch rein über die Tastatur recht flott. Einzig die Schriftart gefällt mir nicht wirklich.

Auf der Arbeit setze ich inzwischen auf Cinnamon bzw. MATE als Desktop. Der Gnome2-Ableger ist sehr schick, sauber und durchdacht. Irgendwie wirkt der ganze Desktop von der Darstellung her auch um einiges schärfer – bei gleicher Hardware.

In der näheren Zukunft werde ich mir mal wieder Enlightenment zu Gemüte führen. Vor Jahren schon hatte mein Kumpel Attila diesen Fenstermanager auf seiner Maschine unter SUSE im Einsatz. Damals überzeugte vor allem die Schnelligkeit. Mir war die Konfiguration allerdings auch irgendwie immer zu aufwändig.

Aus Gründen werde ich natürlich auch ROLF (AN ALTERNATIVE GUI FOR LINUX) ausprobieren. 😉

Meine Distribution(en)

Nach meinem neuerlichen Linux-Start mit Ubuntu läuft derzeit ein LMDE (Linux Mint Debian Edition) mit dem Mate Desktop auf meinem Abseitsrechner. Debian als Basis ist vielleicht anfangs nicht ganz so problemlos zu administrieren wie die auf Ubuntu basierende Version, ist aber aktueller als eine „eingefrorene“ Distribution.

Mate Desktop (Startmenu)

Mate Desktop (Menuleiste)

Auf meinem Laptop läuft noch immer ein Ubuntu 12.10 mit Unity als Desktop. Das wird vorerst auch so bleiben.

Momentan bereite ich für eine Berechnungsprojekt gerade einen Server/Rechenknecht vor, auf dem ein SUSE Linux Enterprise Server (SLES) läuft. Somit tauche ich gerade auch mal wieder tiefer in die SUSE-Welt ein.

Rechenknecht unter SLES

(Das Bild vom Rechenknecht musste sein ;-))

Famous last Words

Inzwischen wird es dem Nutzer (meiner Meinung nach) wirklich einfach gemacht, zu Linux zu wechseln. Es ist kein Vergleich mehr zu früher. Die Installation der meisten Distributionen läuft grafisch geführt durch und stellt den Nutzer (vielleicht abgesehen von der Partitionierung) vor keinerlei Fragen. Hardware wird relativ problemlos erkannt und eingebunden (ja, ich weiß:  aktuelle Hybridgrafikkarten und Drucker). So bekommt man schnell ein einsatzfähiges, benutzbares System

Gerade Ubuntu ist eine echt gangbare Alternative für den „normalen“ Nutzer. Mail, Internet und der ganze Office-Kram funktioniert einfach. Bei Fragen und Problemen gibt es ein gutes Wiki/Forum als Anlaufstelle.

Mit der Auslieferung von Windows 8 hab ich mich in meiner Entscheidung, diesem OS auf meinem PC den Rücken zu kehren, bestätigt gefühlt. Auch wenn ich den Ansatz und die Gründe für diese OS verstehe – aber so funktioniert es für mich nicht. Auch zu Apple und OSX zieht mich momentan nichts zurück. Ich bin derzeit ein zufriedener Linux Nutzer.

 

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