Rolf

„Ein Mops kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei,
da nahm der Koch den Löffel und schlug den Mops zu Brei,
da kamen viele Möpse und gruben ihm ein Grab,
und setzen einen Grabstein worauf geschrieben stand…“

Ein Mops? Ja ein Mops!

Ich weiss, ich weiss – viele Leute finden Möpse hässlich und können mit dieser Art Hund nix anfangen. Das ist für mich auch kein Problem, da bin ich sehr tolerant.

Für mich steht jedenfalls fest, dass ein Mops (und Rolf im speziellen) ein toller Freund und Begleiter ist, der allein durch seine Optik und seine Marotten immer wieder für ein Lächeln auf den Gesichtern der Menschen in meiner Umgebung sorgt.

Zum Mops kam ich quasi über Nacht und völlig ungeplant. Ich hab damals mal wieder planlos im Internet gestöbert und bin irgendwie auf der Seite von DHD24 hängengeblieben. Da hab ich dann einen absoluten Traummopsman gesehen, der in Dresden abzugeben war. Wie gesagt, ich hatte vorher weder selbst einen Hund, noch gab es Freunde mit Hunden in meiner Umgebung und schon gar keine Möpse. Allerdings gibt es da eine Kindheitserinnerung an die Möpse einer Arbeitskollegin meiner Mutter (Ok, ich gebe zu dieser Satz ist grenzwertig :)). Sie hatte zwei davon und die waren total lieb und verschmust. Also hab ich den Mops im Netz meiner Freundin gezeigt und gefragt, was sie davon hält. Nach einigem Zögern war sie dann auch hin und weg von dem Kerlchen und wir haben angerufen. Leider war er schon weg und wir waren sehr traurig.

Wie der Zufall es so will, sind wir einige Wochen später im IKEA Dresden gewesen und sahen da ein junges Mädchen mit einem Mops auf dem Arm, welchen ich sogleich als den aus der Anzeige im Netz erkannte. Meine Freundin war sich nicht sicher, und so sprachen wir die junge Frau einfach mal an. Und siehe da, es war der besagte Mops (ein Prachtkerl). In der Unterhaltung erfuhren wir, dass die Verkäufer des Mopses eigentlich Bulldoggen züchten, und diesen Mops nur übernommen hatten, um einen Wurf mit ihrer Mopsdame auf den Weg zu bringen. Sie empfahl uns, einfach mal da anzurufen, was wir auch getan haben.

Es gab für die zu erwartenden Welpen bereits einige Interessenten. Wir kamen also auf die Warteliste. Für uns begann nun eine spannende Zeit. Wir lasen so ziemlich alles, was es zum Thema Mops gab und durchforsteten das Internet nach Informationen. Einige Anrufe und Gespräche später haben wir erfahren, dass die Möpschen am 1.4.2006 auf die Welt gekommen sind und die Züchter sich für uns als Mopseltern entschieden haben. Die Spannung stieg und wir haben so langsam mal die ersten Sachen für unseren neuen Mitbewohner besorgt.

Nun kam die schlimmste Zeit: warten auf den ersten Kontakt zu den kleinen Möpsen. Oh das war so schwer. Nach einiger Zeit durften wir dann das erste Mal vorbeikommen und uns unseren Mops aus dem Wurf aussuchen. Es gab da fünf Weibchen und einen sehr kleinen Rüden.
Es hat keine Minute gedauert und es war klar, dass der kleine Mopsmann unser Mops sein würde. Die Züchterin war einverstanden und wir waren Mopsbesitzer. Danach dauerte es noch ein paar Wochen bis wir unseren Rolf endlich abholen konnten.

Inzwischen ist er nun fast 2 Jahre alt und beginnt, etwas ruhiger zu werden. Möpse sind quirlige, sehr ausdauernde Hunde. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mops ein solcher Wirbelwind sein könnte. Klar ich hab das in Büchern gelesen, aber wenn man die Tierchen so sieht, mag man es kaum glauben.

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Rolf

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